Chronik des Holzkirchner Eissports!


Das Bildmaterial auf dieser Seite wurde uns freundlicherweise von Herrn Johannes Widmann vom Archiv der Marktgemeinde Holzkirchen,

sowie von Herrn Franz Festl sen.  und der Eisschützen-Chronik zur Verfügung gestellt!
Vielen Dank!


Artikel aus dem "Oberbayerischen Gebirgsboten" vom 26.11.1927 (Quelle: Eisschützen-Chronik)
Artikel aus dem "Oberbayerischen Gebirgsboten" vom 26.11.1927 (Quelle: Eisschützen-Chronik)

Eissport - jeglicher Art - hat in Holzkirchen seit langen Jahren Tradition.

 

Bereits im Jahre 1924 gab es in Holzkirchen das Turner-Alpen-Kranzl (T.A.K.), dem damals eine erfolgreiche Ski-Abteilung angehörte. Zudem gab es die "Holzkirchner Eisschützen", die zwar auch erfolgreich, aber nur zum Teil organisiert waren.  Auf Drängen der Eisschützen hin berief der damalige Gemeinde Obersekretär Josef Huber am 28. November 1927 im "Millistüberl der Alten Post" eine Versammlung aller winterlichen Sportarten ein, mit dem Ziel einen Einheitsverein zu gründen.

Leider erschienen an diesem Abend nur 17 Leute zur Versammlung, doch diese gründeten dennoch den

 

 

Wintersport-Verein Holzkirchen (WSV)

 

 

Hier ein Artikel aus dem Oberbayerischen Gebirgsboten vom 29.11.1927, der über die Gründungsversammlung des Wintersport-Vereins Holzkirchen in der Alten Post berichtet.

Artikel aus dem "Oberbayerischen Gebirgsboten" zur WSV-Gründung vom 29.11.1927 (Quelle: Eisschützen-Chronik)
Artikel aus dem "Oberbayerischen Gebirgsboten" zur WSV-Gründung vom 29.11.1927 (Quelle: Eisschützen-Chronik)
Eisbahn am Lüftiger Hof (Quelle: Archiv MGH)
Eisbahn am Lüftiger Hof (Quelle: Archiv MGH)

Die erste Eisbahn in Holzkirchen wurde damals auf dem "Lüftiger Hof" errichtet, was den Holzkirchner Eisschützen die Möglichkeit gab, ausgiebig zu trainieren.

Sie richteten dort Preisschießen auf "Latten" und diverese Mannschaftswettkämpfe gegen Tegernsee, Warngau und Darching aus, die aber meist von den Holzkirchnern gewonnen wurde!

Auch die ersten großen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten!

Am 18.2.1929 gewann die Holzkirchner "Moarschaft" die Werdenfelser Meisterschaft in Partenkirchen!

 

Im darauf folgenden Jahr gelang dieser Mannschaft sogar, wie man heute sagen würde, "der Hattrick"!

 

Sie gewannen gleich 3 bedeutende Meisterschaften:

  • 19.01.1930 - Bayerische Meisterschaft in Partenkirchen
  • 09.02.1930 - Deutsche Meisterschaft in Bad Tölz
  • 18.02.1930 - Werdenfelser Meisterschaft in Mittenwald

 Danach folgten einige ruhigere Jahre und es wurde nur noch zum Vergnügen, ohne Ehrgeiz auf Meisterschaften, auf der "Lüftigerbahn" und der von der Gemeinde errichteten Eisbahn an der Marienstraße, neben dem gemeindlichen Geräteschuppen, geschossen. 

Kunstbahnschießen im Oberbräusaal vom 16. - 23.10.1932 (Quelle: Archiv MGH)
Kunstbahnschießen im Oberbräusaal vom 16. - 23.10.1932 (Quelle: Archiv MGH)

Doch auch schon damals regte sich in den Holzkirchnern der Wunsch danach, auch schon in den noch wärmeren Monaten ihren Sport auszuüben.

So gab es im Herbst 1932 eine Sensation in Holzkirchen und der Oberbräusaal wurde, wie es in Zeitungsberichten hieß, zur "Ersten Saal-Preis-Eisstock-Kunstbahn der Welt"!

Die Meisterschaft lockte 73 Schützen in die Gemeinde, jede Menge Zuschauer und war ein voller Erfolg!

 

 

Der Eisplatz am Herdergarten, hier im Jahre 1955 (Quelle Archiv MGH)
Der Eisplatz am Herdergarten, hier im Jahre 1955 (Quelle Archiv MGH)

Im Winter 1933/1934 kamen erstmals auch die Eishockey-Freunde und Eiskünstläufer auf ihre Kosten!

 

Die Gemeinde errichtete neben der Eisbahn auch einen Eisplatz am Herdergarten - dort wo sich heute ein großer Parkplatz befindet! Der Eisplatz war unterteilt in eine Hockeybahn, zwei Eisschützenbahnen in der Mitte und eine Eislaufbahn.

Auf diesem Platz fand auch das erste Eishockey-Spiel in Holzkirchen statt und damit war das Interesse der Einwohner am Eissport endgültig geweckt!
Kurze Zeit später wurde in Holzkirchen die Gau-Meisterschaft im Eisstockschießen für das Bayerische Oberland, sowie die Bayerische Eiskunstlauf-Meisterschaft statt.

Der Eisplatz fand unter den Holzkirchnern großen Anklang und viele - Kinder, Jugendliche und Erwachsene - erkoren Eishockey und Eislaufen zu ihrer Lieblingsbeschäftigung im Winter; eine Dauerkarte - gültig für ein Jahr - kostete eine Reichsmark.

Jahreskarte für den Holzkirchner Eisplatz am Herdergarten (Quelle: Archiv MGH)
Jahreskarte für den Holzkirchner Eisplatz am Herdergarten (Quelle: Archiv MGH)
Eishockey-Spiel am Herdergarten (Quelle: Eisschützen-Chronik)
Eishockey-Spiel am Herdergarten (Quelle: Eisschützen-Chronik)

Bald bildete sich im Holzkirchner Wintersportverein eine eigene Eishockey-Abteilung und die Eishockeyspiele am Herdergarten lockten viele Zuschauer an!

1937 wurde  die Gründung des noch heute existierenden 
"Turn- und Sportverein Holzkirchen e. V." (TUS), mit den Abteilungen Turnen, Wintersport und Fußball beschlossen.

Die Abteilungen Eishockey und Eisschießen, des mittlerweile aufgelösten WSV traten dem TUS Holzkirchen bei.

Der Eisplatz am Herdergarten diente lange Jahre als Tummelplatz für die unterschiedlichen Eissportler. 

Doch auch schon damals machten die Witterungsverhältnisse im Winter den Holzkirchner Eissport-Anhängern schwer zu schaffen, wie sich aus diesem alten Zeitungsausschnitt entnehmen lässt. 

 

Große Veranstaltungen waren geplant, doch mussten wegen keinem, oder mangelhaftem Eis abgesagt werden.

Zeitungsausschnitt Oberbayerischer Gebirgsbote (Jahr unbekannt) (Quelle: Archiv MGH)
Zeitungsausschnitt Oberbayerischer Gebirgsbote (Jahr unbekannt) (Quelle: Archiv MGH)
Das damalige Hubertusstadion 1957 (Quelle: Eisschützen-Chronik)
Das damalige Hubertusstadion 1957 (Quelle: Eisschützen-Chronik)

Da die Holzkirchner Eishockey-Mannschaft sehr erfolgreich war, und der Eisplatz am Herdergarten nicht mehr zeitgemäß, entschloss man sich 1957 zum Bau eines neuen, moderneren Natureis-Stadions an der Thanner Straße.

Das Gelände auf dem das heutige Stadion steht, gehörte ursprünglich der Kirche, doch dem findigen Holzkirchner "Hubert Wochinger" (der heute noch als Gründer des Hubertusstadions benannt ist!), gelang es dem damaligen Dekan Imminger ein anderes Grundstück zum Tausch anzubieten, damit dort das Eisstadion erbaut werden konnte.

Das heutige Hubertusstadion entstand und Hubert Wochinger schenkte dem EHC Holzkirchen das Stadion mitsamt Grundstück! 

Eishockey war nun in aller Munde! Sehr viele Holzkirchner und auch viele "Auswärtige" strömten zu den Spielen ins Hubertusstadion um ihren "Eishacklern" zuzujubeln und  Eiskunstlauf-Vorführungen zu besuchen!

Umbau des Hubertusstadions zum Kunsteis-Stadion (Quelle: Eisschützen-Chronik)
Umbau des Hubertusstadions zum Kunsteis-Stadion (Quelle: Eisschützen-Chronik)

1962 wurde das Hubertusstadion von Natureis auf Kunsteis umgebaut.

Die komplette Eisfläche wurde aufgebrochen, um die Verrohrung für die Kunsteis-Anlage zu verlegen.

 

Zur Saison 1963/1964 war der Umbau abgeschlossen und der damalige Eishockey-Club

EHC Holzkirchen, der sich mittlerweile vom TuS Holzkirchen abgespalten hatte, erwies sich siegfähig und gewann 1967 den Deutschen Oberligapokal!

Durch die Kunsteis-Anlage war es den Holzkirchner Eissportlern möglich länger in jeder Saison zu trainieren, weil die Eisqualität nicht mehr allzu sehr wetter-abhängig war.

 

Renovierung des Hubertusstadions (Quelle: Franz Festl sen.)
Renovierung des Hubertusstadions (Quelle: Franz Festl sen.)

 

Leider war der Unterhalt des Hubertusstadions nicht gerade billig für den ESC Holzkirchen, wie er sich mittlerweile nannte, und sie waren gezwungen, dass Eisstadion aufzugeben.
Wiederum war es ein Tauschgeschäft, welches den Fortbestand des Eissports in Holzkirchen sicherte:
Die Gemeinde Holzkirchen bekam das Eisstadion mitsamt Grundstück und erließ im Gegenzug dem ESC die Schulden.   

1971 konnte die Jugend-Mannschaft des ESC Holzkirchendie Deutsche Meisterschaft gewinnen!

Mitte der 80er Jahre wurde das Hubertusstadion von der Gemeinde nochmals renoviert, die Verrohrung wurde erneuert und die Bande musste ersetzt werden, weil sie durch die dauernde Feuchtigkeit marode und morsch geworden war.

 

Das Hubertusstadion heute (Quelle: Franz Festl sen.)
Das Hubertusstadion heute (Quelle: Franz Festl sen.)

In diesem Jahr (2017) feiert das Hubertusstadion seinen
60ziger!

 

Eigentlich ein Grund zum Feiern, doch die Tage des Hubertusstadions sind gezählt!

Das Problem!

Auch der Laie merkt, dass das Stadion mittlerweile in die Jahre gekommen ist. 

Es beschert der Marktgemeinde jährlich sehr hohe Folgekosten aufgrund der maroden Verrohrung, die dafür sorgt, dass immer mehr Kühlleistung erforderlich ist um die Eisqualität einigermaßen sicher zu stellen

Eines Berichts des "Holzkirchner Merkur" zufolge, musste die Gemeinde am Ende der Saison 15/16 insgesamt 128600,- € zusätzlich für den Unterhalt des Hubertusstadions ausgeben! 

 

Durch die immer schlechter werdende Eisqualität stehen immer weniger Eiszeiten zur Verfügung, die auch noch auf alle Vereine, sowie Publikumsläufe verteilt werden müssen. 
So kommt es, dass Vereine in anderen Orten, wie z. B. Bad Tölz oder Miesbach nahezu ganzjährig trainieren können, während die Saison 2016/2017 für die Holzkirchner Vereine bereits vor den Faschingsferien, Ende Februar beendet werden musste!
Zum einen aufgrund der Ineffektivität der Eisanlage, zum anderen wegen der fehlenden Überdachung des Stadions. Denn Regen, Schneefall und  übermäßiger Sonnenschein, sowie verhältnismäßig hohe Temperaturen, sorgen für schlechtere Eisqualität, vermehrten Einsätzen der Eismaschine (Zamboni) und teilweise sogar Komplett-Absagen der Trainingseinheiten der verschiedenen Vereine, Eishockey-Turniere, Eisstock- und Eiskunstlauf-Veranstaltungen!

 

Und es gibt noch ein anderes Problem:
Zum heutigen Zeitpunkt ist es bereits so, dass Anwohner in der Nähe des Eisstadions, während Eishockey-Spielen, Eisstock-Turnieren, oder Publikumsläufen teilweise auf eine harte Probe gestellt werden, was die Lärmbelästigung betrifft. 

Zudem steht die Wohnbebauung des sog. "Postbräu-Areals" an, was zwangsläufig dazu führen wird, dass sich Neubürger durch das jetzige Hubertusstadion belästigt fühlen könnten.

Des weiteren werden mit der Bebauung die jetztigen Parkplätze vor dem Stadion wegfallen, was zu einer zusätzlichen Verkehrsbelastung in der Thanner Straße und umliegenden Straßen führen wird!

 

Die Lösung!

Holzkirchen braucht eine Eissport- und Mehrzweckhalle!

 

Um einerseits die Existenz der Eissport-Vereine fortwährend zu sichern, der Jugend weiterhin zu ermöglichen, Eissport zu betreiben, sowie allen Bürgern nach wie vor die Möglichkeit zu bieten, Eislaufen zu gehen! 

  

Unser Verein vertritt die Interessen aller Eissport-begeisterten Bürger und Bürgerinnen, und setzt sich für den Bau einer neuen
Eis- und Mehrzweckhalle in Holzkirchen ein, damit die jetzigen Vereine, deren Fans und jeder, der gerne zum Eislaufen geht, auch weiterhin wohnortnah die Möglichkeit dazu hat.

 

Um den Bau einer neuen Mehrzweckhalle zu unterstützen, sammeln wir Spenden und Zuwendungen, die wir auschließlich für eben diesen Neubau verwenden werden! 


Warum eine Mehrzweckhalle?

Ein Eis- und Mehrzweckzentrum bietet - gegenüber einer reinen Eishalle - den wesentlichen Vorteil, dass die Halle ganzjährig nutzbar wäre!

 

Während sie im Winter von den ortsansässigen Eissport-Vereinen und für Publikumsläufe genutzt werden kann, könnten dort in den Sommermonaten diverse Veranstaltungen, wie z. B. Messen, Ausstellungen, Firmenevents, Märkte aller Art und - die dementsprechende Akustik vorausgesetzt - auch Konzerte stattfinden. 
Eine solche Halle gäbe ebenso allen Vereinen die Möglichkeit, ihre Feiern und Festivitäten wetterunabhängig zu planen!
Außerdem könnte eine Mehrzweckhalle der Marktgemeinde - ganzjährig - zusätzliche Einnahmen in die Kasse spülen.

 


Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Werden Sie aktives oder Förder-Mitglied in unserem Verein, damit die Holzkirchner auch weiterhin Eissport betreiben können!

Gerade den vielen Jugendlichen, die den verschiedenen Vereinen angehören und mit Leidenschaft dabei sind, darf man diese Grundlage nicht entziehen.

Bald werden Sie hier die Möglichkeit haben, uns mit einer Spende zu unterstützen, damit wir den Bau einer Eis- und Mehrzweckhalle in Holzkirchen verwirklichen können.
Wir bedanken uns hierfür schon mal im Namen aller Eissport-Vereine! 

 

Vielen Dank!


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